Eisweiher (8.1.2017)

Im Winter ist es an unserem Weiher nicht nur eisig kalt - es ist auch wunderschön und unglaublich still. 

Spät ist er gekommen - aber er ist es - der Winter. In den letzten Tagen und Nächten war es richtig kalt. Unser Weiher ist zugefroren.
Trotz Kälte und Eis - unser Andi Brändlin beladet seinen Anhänger mit ausgedienten Weihnachtsbäumchen und fährt zum Weiher.
Noch vor einigen Tagen liessen sie Kinderaugen leuchten; aber diese Bäumchen haben noch nicht ausgedient.
Man würde kaum glauben, dass auch das ein Farbfoto ist - so schwarz-weiss ist es hier geworden.
Die Bäumchen liegen jetzt - am Ufer festgebunden - auf dem Eis und werden ins Wasser abtauchen, wenn es wärmer wird.
Schon sehr früh laichen die Hechte. Aber spätestens wenn der Frühling sich ankündigt, legen die Fische ihren Laich gerne in und an bewachsene Uferzonen ab. Die Bäume und nun eben noch die Tännchen erweitern das Angebot an Laichstellen.
Darum lassen wir auch einige vom Wind gefällten Bäume im Wasser liegen.
Da drüben, im Wald, verstecken sich Wildschweine, Rehe, Hirsche, Eichhörnchen und noch viele andere Waldtiere.
Zwar weniger zum Fischen - aber die Seele baumeln lassen, in der Hütte den Ofen anwerfen, grillen oder einen Kaffee kochen - warum nicht auch im Winter?
Wer genau hinguckt, sieht da ein Weihnachtsbäumchen, das hoffentlich bald zur Geburtsstation von vielen Fischen und Fröschen wird.

2 WOCHEN SPÄTER

Am 22. Januar war Andi Brändlin erneut am Weiher - man kann sich kaum sattsehen!

Der Schnee am Ufer ist verdunstet - es gibt Farbe - auch der Himmel ist blau. Aber der Weiher ist jetzt so richtig zugefroren; es war ja auch kalt in den letzten Wochen. Die ehemaligen Weihnachtsbäumchen und künftigen "Kinderstuben" für Fische und Frösche liegen noch obenauf.
Vom Damm her gesehen - was mag wohl die Spuren auf dem Eis hinterlassen haben?
Ich frage mich ja noch immer, was sich da im dunklen Wald hinter dem anderen Ufer alles verstecken mag?
Noch steht die Sonne hoch und lässt das Eis glänzen! Schöner als Gold oder Silber!
Sie wandert - bald wird sie untergehen. Bestimmt gibt es eine kalte, von den Sternen erleuchtete Nacht über dem Weiher.